| Umweltdiagnose der Bioverfügbarkeit,Toxizität und Abbaubarkeit von Industriechemikalien in Böden
Einführung Die Bedeutung biologischer Testverfahren ist durch die Anwendung im Abwasserabgabengesetz und durch die Regelungen des ChemG in Deutschland ständig gestiegen. Zunehmend werden vergleichbare Methoden für die Bewertung von Altlastenproblematiken in Böden, besonders bei Begleitungen von Sanierungen und für die Beurteilung eines Sanierungserfolgs genutzt. Notwendig ist eine sinnvolle Kombination von Biotests, die es erlaubt, eine prospektive umfassende Beurteilung von Industriechemikalien in Böden zu ermöglichen.
Zielsetzung Ziel ist die Zusammenstellung einer geeigneten Testbatterie mit ausschließlich mikrobiellen Testverfahren, um Abbau, toxische Einflüsse sowie Bioverfügbarkeit von Industriechemikalien in Böden schnell und umfassend zu quantifizieren und darzustellen.
Strategien zur ökotoxikologischen Beurteilung Zur Beurteilung von Industriechemikalien in Böden bestehen grundsätzlich drei ökotoxikologische Verfahrensweisen (Abb.1):
Abb.1: Schema der Beurteilungskomponenten
Welche der einzelnen Beurteilungskomponenten
stärker betont wird, kann individuell nach dem jeweiligen Anforderungsprofil gestaltet
werden. Tab.1: Kombination der Biotestmethoden
Zur Erstellung eines ökotoxikologischen Wirkungsmusters vom Tensid LAS wurde ein natürlicher Boden (Ah-Horizont) mit unterschiedlichen LAS-Konzentrationen künstlich kontaminiert (Abb.2).
Ergebnisse
Abb.2: Wirkungsmuster
LAS bei Einsatz der Testkombination
Weitere Versuche, mit hier nicht dargestellten Ergebnissen, zeigten bei biologisch abbaubaren Chemikalien eine deutliche Stimulation der Mikroflora mit den Methoden der Testkombination.
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