Umu-Test nach DIN38415-T3

Bestimmung des erbgutverändernden Potenzials von Wasser- und Abwasserinhaltsstoffen mit dem umu-Test (DIN 38415-T3)

 

Zweck:

Der Umu-Test, als bakterieller Kurzzeittest, ermöglicht den Nachweis des genotoxischen Potenzials des zu untersuchenden Testguts. Als Testorganismus dient das gentechnisch veränderte Bakterium Salmonella typhimurium TA 1535/pSK1002. S. typhimurium ist ein Gram-negatives, fakultativ anaerobes Bakterium aus der Familie der Enterobacteriaceae.

 

 

 

Anwendungsbereich:

Der Umu-Test ist ein bakterieller Kurzzeit-Gentoxizitätstest zur routinemäßigen Erfassung genotoxischer Potenziale belasteter Oberflächengewässer, industrieller und kommunaler Klärwerksabläufe, chemischer Substanzen, Schwebstoffe und Sedimente.

 

 

 

Grundlage des Verfahrens:

Das Prinzip beruht auf der Induktion des umu-Gens (uv-mutagenesis) durch Schädigungen der bakteriellen DNA, die durch die Einwirkung von gentoxischen Substanzen entsteht. Je mehr geschädigte DNA vorliegt, desto höher ist die Konzentration des umuC-Genproduktes. Um diese Konzentration messen zu können wurde eine Genfusion zwischen dem umuC- und dem lacZ-Gen, das für ß-Galaktosidase codiert, hergestellt und mit Hilfe eines Plasmids in die Bakterienzelle eingeschleust. Die Induktion des umuC-Gens führt direkt zur Induzierung des lacZ-Gens, so dass die ß-Galaktosidase-Aktivität des Testansatzes dem Induktionsgrad des umuC-Gens entspricht. Die Bakterien werden unter festgelegten Bedingungen verschiedenen Konzentrationen des Testguts ausgesetzt. Aus dem Vergleich der spontanen Aktivierung des umuC-Gens (Kontrollansatz) mit der durch die Einwirkung des Testguts induzierten Rate ergibt sich ein Maß für die Gentoxizität nach einer definierten Einwirkzeit.

 

 

 

Mindestprobenmenge:

50 ml