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Zweck: |
Fische spielen eine zentrale
Rolle in der aquatischen Nahrungskette. In aquatischen Ökosystemen haben sie
als Konsumenten höherer Ordnung (häufig Endkonsumenten) eine wichtige
Regulationsfunktion. Sie sind in Testkonzepten mit aquatischen Organismen
aus verschiedenen trophischen Ebenen fest eingebunden.
Als Testmaterial dienen die
Eier des Zebrabärblings (Danio rerio). Der Zebrabärbling gehört innerhalb der Klasse der Knochenfische (Osteichthyes)
zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Zebrabärblinge sind
leicht zu hältern und produzieren ganzjährig transparente nichtklebende Eier
(Ø 1 mm). Die Embryonalentwicklung ist gut beschrieben. Die Entwicklung von
befruchteten Fischeiern kann durch Abwasserinhaltsstoffe beeinträchtigt
werden. Als Schädigung gelten der Tod der Embryonen sowie definierte
Störungen der Embryonalentwicklung, die zum Tod führen. Ein Embryo gilt nach
48 h als tot, wenn er entweder:
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koaguliert
ist,
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keine Somiten angelegt hat,
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der Schwanz nicht vom Dotter abgelöst ist oder
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der
Herzschlag nicht feststellbar ist.
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Grundlage des
Verfahrens: |
In einer Verdünnungsreihe
wird Abwasser, abgestuft nach ganzzahligen Volumenverhältnissen, mit
Verdünnungswasser vermischt. Nach 48-stündiger Exposition der befruchteten
Fischeier in den Mischungen wird die Verdünnungsstufe ermittelt, in der
keine akut giftige Wirkung festgestellt werden konnte.
Bei 26 °C schlüpfen die Embryonen nach 72 h bis 96 h. Die Versuchsdauer
beträgt 48 h. |