Daphnientest nach DIN 38412 Teil 30

Bestimmung der nicht akut giftigen Wirkung von Abwasser gegenüber Daphnien über Verdünnungsstufen

Zweck:

Das Zooplankton stellt das Bindeglied zwischen den Destruenten (Bakterien) und Primärproduzenten (Algen) einerseits und den Konsumenten höherer Ordnung (Fische) andererseits in aquatischen Nahrungsketten dar.

Als Vertreter des Zooplanktons dient der Kleinkrebs Daphnia magna. Er ernährt sich als Filtrierer von partikulärer organischer Substanz. Wegen der leichten Kultivierbarkeit im Labor werden Daphnien seit langem als Testorganismen für toxikologische Untersuchungen eingesetzt. In der Kultur werden die Daphnien mit Grünalgen gefüttert. Als Testkriterium wird die Schwimmfähigkeit der eingesetzten Testorganismen festgestellt. Als Maß für die summarische Wirkung von Wasserinhaltsstoffen dient die Angabe derjenigen Verdünnungsstufe, in der nach Ablauf der 24-stündigen Testzeit keine (d.h. 10%) Daphnien schwimmunfähig geworden sind (GD-Wert).

 

 

 

Anwendungsbereich:

Das Verfahren ist auf Oberflächenwssser, Abwässer aller Art , Porenwasser und Eluate anwendbar.

 

 

 

Grundlage des Verfahrens:

Daphnien können durch Abwasserinhaltsstoffe geschädigt werden. Als Maß für die Schädigung dient der Verlust der Schwimmfähigkeit. In einer Verdünnungsreihe wird Abwasser mit Verdünnungswasser gemischt. Nach 24 stündiger Exposition der Testorganismen in den Mischungen wird die Verdünnungsstufe, in der noch alle Daphnien (≥90%) schwimmfähig sind, bestimmt.

 

 

 

Mindestprobenmenge:

100 ml