Bestimmung der mikrobiellen Biomasse von Böden Teil 1: Substratinduziertes Respirationsverfahren (ISO 14240-1: 1997)

 

 

Zweck:

Boden besteht  sowohl aus lebenden als auch aus nichtlebenden Komponenten in einer komplexen und heterogenen Umwelt.  Die Mikroflora des Bodens ist für den Abbau und Umbau organischer Stoffe, die Aggregatstabilität und für die größten Bereiche der Nährstoffkreisläufe in Böden verantwortlich. Der Zweck der Bestimmung der mikrobiellen Biomasse von Böden besteht in der Einschätzung der nachhaltigen Sicherung der Bodenfruchtbarkeit, des Potentials, organische Stoffe abzubauen sowie der Wirkung von Zusatzstoffen auf die mikrobielle Population des Bodens.

     

Anwendungsbereich:

Dieses Verfahren ist für die Bestimmung der aktiven aeroben, heterotrophen mikrobiellen Biomasse in landwirtschaftlich genutzten Böden und in Mineralböden anwendbar. Das Verfahren ist nicht anwendbar für die Bestimmung der Wirkung von Chemikalien auf die Biomasse.

     

Grundlage des Verfahrens:

Bodenproben werden mit zunehmenden Glucosekonzentrationen angereichert, bis eine maximale Atmungsrate erreicht wird (üblicherweise innerhalb der ersten Stunde der Versuchsdurchführung). Aus dieser Rate, die als die maximale Anfangsatmungsrate bezeichnet wird, kann die aktive Biomasse ermittelt werden.

     

Mindestprobenmenge:

500 g