Ames-Test nach DIN38415-T5

Bestimmung des erbgutverändernden Potenzials mit dem Salmonella-Mikrosomen-Test (Ames-Test) DIN  38415 T4

 

Zweck:

Der Ames Test ist ein Verfahren zur Bestimmung des erbgutverändernden Potenzials des zu untersuchenden Testguts. Anhand des Vergleichs der Mutantenzahlen auf Negativ-Kontrollplatten und auf den mit Testgut behandelten Platten wird die mögliche mutagene Wirkung des Testguts erkannt.

     

Anwendungsbereich:

Der Test ist für Oberflächenwasser, Abwasser aller Art, Porenwasser und Eluat anwendbar. Bei einer testbedingt notwendigen Sterilfiltration können gentoxische Substanzen zurückgehalten werden.

     

Grundlage des Verfahrens:

Das Prinzip der Bestimmung der mutagenen Wirkung beruht auf der Fähigkeit der im Testgut vorhandenen Substanzen, Reversionen einfach auxotropher Mutanten hin zur Prototrophie induzieren zu können. Bei den Testbakterien aller Ames-Test-Versionen handelt es sich um Histidin-Mangelmutanten von Salmonella typhimurium (auxotrophe Mutanten), die nicht in der Lage sind, in histidinfreien Nährmedien zu wachsen. Unter Einwirkung gentoxischer Substanzen kann es zu Mutationen kommen, welche die Bakterien wieder dazu befähigen, die Aminosäure Histidin zu synthetisieren. Die so erzeugten His-Revertanten können sich dann wieder auf Histidin-Mangel-Agar oder in histidinfreiem Medium vermehren (Prototrophie).

     
Mindestprobenmenge:

100 ml